1. Sicherheitshinweise¶
Dieser Abschnitt richtet sich an Installateure und Servicetechniker. Befolgen Sie alle Schritte und lokalen Vorschriften. Arbeiten an elektrischen Anlagen dürfen ausschließlich von qualifiziertem Fachpersonal ausgeführt werden.
Warnstufen
Gefahr
Situation, die zu schweren Verletzungen oder zum Tod führen kann, wenn sie nicht vermieden wird.
Warnung
Situation, die zu schweren Verletzungen oder erheblichen Sachschäden führen kann.
Vorsicht
Situation, die zu leichten Verletzungen oder Schäden führen kann.
Bemerkung
Wichtiger Hinweis für einen zuverlässigen Betrieb.
Tipp
Nützliche Information zur einfacheren Bedienung des Geräts.
Wichtig
Informationen, die wichtig sind, um sie sich zu merken.
1.1. Allgemeine Sicherheitsmaßnahmen¶
Schalten Sie vor allen Arbeiten die Stromversorgung ab und sichern Sie gegen unbeabsichtigtes Wiedereinschalten.
Beachten Sie die geltenden Normen und Vorschriften sowie die Anschluss- und Inbetriebnahmeanweisungen des Herstellers.
Öffnen Sie das Gerät nicht. Es enthält keine vom Benutzer wartbaren Teile.
Verwenden Sie das Gerät nicht, wenn es sichtbar beschädigt ist oder Flüssigkeit eingedrungen ist.
1.2. Elektrische Sicherheit¶
Der DT240 wird mit einer Wechselspannung im Bereich von 100–250 V, 50/60 Hz versorgt. Verwenden Sie Schutzeinrichtungen/Sicherungen mit den entsprechenden Kennwerten.
Hauptrelais: potentialfreier Wechselschaltkontakt, Schaltleistung bis 25 A / 250 V~. Stellen Sie die externe Versorgung der Lasten und den angemessenen Leitungsschutz sicher.
Hilfsrelais (Halbleiterrelais): bis zu 1 A / 250 V~. Führen Sie keine höheren Lasten über dieses Relais; verwenden Sie es zur Signalisierung oder Steuerung.
Schließen Sie den Schutzleiter (PE) der Last zwingend direkt an den PE der Netzversorgung an.
Leitungsquerschnitt: bis zu 2,5 mm² für die Klemmen der Stromversorgung und der Sensoren; bis zu 4 mm² für die Klemmen des Hauptrelais.
Bemerkung
Der NTC-Sensor-Kreis ist galvanisch getrenkt. Trotz dieser Trennung sind Verlegung und Anschluss nach den fachgerechten Regeln durchzuführen.
1.3. Einbau und Verdrahtung¶
Das Gerät hat eine Breite von 2 Modulen (~36 mm) für einen 35-mm-DIN-Hutschiene-Montageplatz. Stellen Sie eine ebene und stabile Hutschiene sicher.
Zur Kühlung lassen Sie einen Abstand von 10–15 mm zum Nachbargerät ein, insbesondere bei höherer Relaisbelastung.
Versehen Sie die Leitungen mit isolierten Kabelspleißen; vermeiden Sie Lötverbindungen in den Klemmen. Überprüfen Sie die Anzugsmomente nach 24 Stunden Betrieb.
1.4. Anschlüsse – Übersicht¶
Anschlüsse |
Bestimmung / Hinweis |
|---|---|
4 (L), 5 (N) |
Geräteversorgung 100–250 V~ |
6, 7 |
NTC-Sensor (Reihenfolge und/oder Farbe der Leitungen ist nicht relevant) |
8, 9 |
Hilfselektronikrelais (1 A / 250 V~), meist für Alarm verwendet |
1, 2, 3 |
Hauptrelais (umschaltend, potentialfrei). 3 = L-Eingang, 2 = L-Ausgang zum Verbraucher |
1.5. Temperatursensor – Montage und Verlegung des Kabels¶
Als Temperatursensor wird ein NTC-Widerstand verwendet. Das bedeutet, dass der Sensor seinen Widerstand verringert, wenn die Sensortemperatur ansteigt, und umgekehrt den Widerstand erhöht, wenn die Sensortemperatur sinkt.
Verschiedene NTC-Temperatursensorwiderstände werden unterstützt; überprüfen und wählen Sie den Typ in den Geräteeinstellungen korrekt aus.
Das Sensorkabel kann auch in der Nähe von Stromkabeln verlegt werden; dank digitaler Filterung sind Längen bis zu ~100 m möglich. Zur Verlängerung des Temperatursensorkabels wird jedoch ein Kabel mit verdrilltem Leiterpaar und eine mechanische Schutzmaßnahme, wo erforderlich, empfohlen.
Schützen Sie die Sonde in feuchten oder kalten Umgebungen vor Kondensation und Feuchtigkeit (entsprechende Hülse/Sonde).
1.6. Parameter-Schutz und Funktionsprüfung¶
Legen Sie die zulässige minimale und maximale Temperatur (Grenzwerte) entsprechend dem zu regelnden Prozess fest.
Stellen Sie sicher, dass der Betriebsmodus (Heizen/Kühlen) und die Differenz korrekt ausgewählt sind.
Aktivieren Sie bei Bedarf eine Einschaltverzögerung, um unerwünschte kurzzeitige Aktivierungen zu vermeiden.
Führen Sie nach der Inbetriebnahme einen Funktionstest durch: Temperaturabfall/-anstieg über den Sollwert hinaus beobachten und die Reaktion des Relais analysieren.
1.7. Alarm und Hilfsausgang¶
Aktivieren Sie je nach Bedarf Alarme für Sensorunterbrechung/Kurzschluss sowie niedrige/hohe Temperaturen.
Definieren Sie die Alarmquellen und bestimmen Sie, was aktiviert wird (internes Summergerät und/oder elektronisches Relais).
Wenn die Sicherheit des Heiz-/Kühlprozesses oberste Priorität hat, nutzen Sie Alarme nicht als einzigen Schutz vor Überhitzung/Einfrieren. Verwenden Sie zusätzlich separate Begrenzer/Schutzthermostate gemäß den prozessspezifischen Normen.
Wenn Sie das elektronische Relais als Alarm verwenden, können Sie es gleichzeitig nicht als Hilfsausgang im thermostatischen Betriebsmodus nutzen.
Vorsicht
Als Alarmausgang verwendet das Gerät einen Triac. Daher dürfen an die Alarmklemmen (8-Eingang und 9-Ausgang) ausschließlich Wechselspannungen angeschlossen werden.
Wenn an die Klemmen 8 (Eingang) und 9 (Ausgang) eine Gleichspannung von mehr als 5 V angelegt wird, kann der Alarmausgang (Triac) nach dem Einschalten nicht mehr abgeschaltet werden, solange die Spannung an der Eingangsklemme (8) anliegt.
1.8. Verhinderung unbefugter Änderungen¶
Aktivieren Sie die Sperrfunktion und legen Sie ein Passwort fest; erwägen Sie die automatische Sperre nach Inaktivität.
Nutzen Sie die Statusleiste, um den Ausgangszustand, Alarme und die eingestellte Temperatur einzusehen.
1.9. Wartung und regelmäßige Prüfungen¶
Prüfen Sie regelmäßig die Anzugsmomente der Klemmen, Anzeichen von Überhitzung (Farbveränderung, Geruch), den Zustand der Kabel und Sensoren.
Überprüfen Sie die Alarmfunktion. Testen Sie diese mindestens nach größeren Wartungsarbeiten oder Einstellungenänderungen.
Stellen Sie einen ausreichenden Luftstrom um das Gerät sicher; entfernen Sie Staub mit einem trockenen Tuch. Keine Lösungsmittel verwenden.
1.10. Entsorgung¶
Elektronische Geräte sind gemäß den lokalen Vorschriften zu entsorgen (Elektroschrott). Nicht im Hausmüll entsorgen.
Bemerkung
Diese Richtlinien ergänzen, ersetzen jedoch nicht die lokalen Vorschriften. Passen Sie immer die Schutzelemente (Sicherungen/RCBO, Leiterquerschnitte, Sensortyp) den tatsächlichen Installationsbedingungen an.